Lectiones Vitae

Lektionen und Sätze. Von Markus Lochmann

Kategorie: Sententiae

Satz 19

“Glück ist die Erinnerung an Freude”

(gesehen auf 3Sat)

Satz 18

“Geschichte entsteht, wenn aus Gedanken Erinnerungen werden.”

Satz 17

Der Wunsch, für alle anderen denken zu wollen, ist der Ursprung alles Politischen.

Satz 16

No risk, no life.

Satz 15

Wenn die Freiheit zur Selbstverständlichkeit wird, verliert sie an emotionalem Gehalt; anders als die Gerechtigkeit – diese ist nie selbstverständlich.

Satz 14

Der Anfang vom Ende einer jeden demokratischen Gesellschaft ist die Illusion vom Reichtum für alle.

Satz 13

Der Vorteil des Bedeutungslosen ist die Freiheit seines Denkens.

Satz 12

Gesetze sind depersonalierte Moral.

Der evolutorische Imperativ

“Handle stets so, dass Du die moralischen Ideale Deiner Gesellschaft am besten erfüllst.”

Erklärung: Kants kategorischer Imperativ sagt nichts über die Werterelativität einer Gesellschaft aus. Die, auch bei uns leider immer noch weit verbreitete, Ansicht, Werte seien absolut, unveränderbar und ewig ist zwar eingängig – aber leider nicht richtig. Aus Kants sicht handelt ein gewaltbereiter Islamist moralisch einwandfrei, weil sein Handeln ja aus seiner subjektiven Sicht durchaus allgemeines Gesetz werden soll.

Wir brauchen zwei Dinge: Erstens die Erkenntnis, dass Moral immer relativ ist – und eine Werteordnung, die über der jeweiligen Kultur steht. Dazu sind die Menschenrechte gut geeignet, Demokratie, Säkularismus. Dann brauchen wir noch eine Institution, die das Wertegerüst auch durchsetzen kann – z.B. eine reformierte UNO.

Satz 11

Die Schere im Kopf ist das Ende der Meinungsfreiheit.